Proteinfasten im Check: Wie WPF/MPF beim Abnehmen funktioniert – und was Proteinshakes nicht leisten

Wolfs Protein Fasten (WPF/MPF) im wissenschaftlichen Check: Wie das Kaloriendefizit wirkt, welche Rolle Protein spielt und was Proteinshakes nicht ersetzen.

Inhalte
Aquarell-Porträt von Dario, Mitgründer von Nurisan und Fachberater für Holistische Gesundheit (AKN).

Geschrieben von Dario

Fachberater für holistische Gesundheit (AKN)®

Einleitung

Zwei Proteinshakes, ein kompaktes Essensfenster und proteinreiche Mahlzeiten – und das bei insgesamt weniger Kalorien. [1]

Das Grundprinzip hinter Wolfs Proteinfasten, kurz WPF, ist überraschend einfach. Inzwischen bezeichnet More Nutrition das Konzept als „More Protein Fasten“ (MPF). Bekannt gemacht wurde es von More-Gründer Christian Wolf.

Und zunächst einmal muss man etwas festhalten, das bei einer sachlichen Analyse leicht untergeht: Die Grundidee kann funktionieren.

Wer eine bisher energiereiche Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit durch eine deutlich kalorienärmere Proteinportion ersetzt und die eingesparte Energie später nicht vollständig wieder aufnimmt, erzeugt ein Kaloriendefizit.

Dazu braucht es keinen geheimen Stoffwechseltrick. Das Körpergewicht kann sinken.

Protein kann dabei durchaus ein sinnvoller Bestandteil sein, denn es besitzt einen vergleichsweise hohen thermischen Effekt, kann kurzfristig zur Sättigung beitragen und ist für den Erhalt bzw. Aufbau von Muskelmasse relevant. [3, 4, 6]

Die eigentlich interessante Frage lautet deshalb nicht:

„Funktioniert Proteinfasten?”

Sondern:

Was genau funktioniert daran – und was kann ein Proteinshake nicht leisten?

Denn Protein ist ein wichtiger Nährstoff. Aber ein wichtiger Nährstoff ist noch keine vollständige Ernährung.

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag erscheint im Ratgeber von Nurisan®, einem Lebensmittel, das pflanzliche Proteine und Ballaststoffe enthält. Wir sind damit wirtschaftlich nicht vollständig neutral. Nurisan ist kein Formula-Produkt, kein Diätprodukt und kein Mahlzeitenersatz und wird hier auch nicht als solcher dargestellt. In diesem Beitrag wird das WPF-/MPF-Konzept anhand öffentlich zugänglicher Herstellerinformationen und wissenschaftlicher Literatur eingeordnet.

Dieser Artikel auf einen Blick

die 7 wichtigsten Fakten für Schnell-Leser

Was ist Wolfs Protein Fasten eigentlich?

Zwei zubereitete Proteinshakes in den Sorten Vanille und Schokolade stehen vor einer großen Wanduhr, die symbolisch das sechsstündige Essensfenster beim Proteinfasten (WPF/MPF) darstellt.
®Nurisan KI-Generiert

Der Name kann zunächst in die Irre führen.

WPF stand ursprünglich für „Wolfs Protein Fasten”. More Nutrition verwendet heute überwiegend die Bezeichnung „More Protein Fasten” (MPF).

Die aktuelle More-Anleitung sieht ein sechsstündiges Essensfenster vor. In der „essensfreien“ Zeit sollen zwei Proteinportionen konsumiert werden.

More nennt hier hauseigenes oder normales Proteinpulver. In einem Beispieltag sind um 7 Uhr und 10 Uhr Proteinshakes eingeplant, zwischen 14 und 20 Uhr folgen zwei Mahlzeiten und ein Dessert bzw. ein Snack. [1]

Damit unterscheidet sich dieses Konzept bereits grundsätzlich vom klassischen Intervallfasten.

Ein Proteinshake enthält Aminosäuren und normalerweise auch Energie. Der Stoffwechsel befindet sich also nicht in derselben Situation wie bei vollständiger Nahrungskarenz.

Das macht MPF nicht automatisch schlechter. Es macht lediglich deutlich, dass „Proteinfasten” vor allem eine Methode zur Organisation der täglichen Energie- und Proteinzufuhr ist.

Und genau darin liegt möglicherweise seine größte Stärke.

Warum WPF funktionieren kann: Die Mathematik ist nicht kompliziert

Ein Proteinshake vor einer Tafel voller komplexer mathematischer Gleichungen, als Symbol für die simple Mathematik des Kaloriendefizits beim Proteinfasten.
®Nurisan KI-Generiert

Stellen wir uns zwei Frühstückssituationen bewusst vereinfacht vor.

In der einen Situation frühstückt eine Person Brot, Käse, Aufstrich, Saft und Milchkaffee. Die andere Person trinkt eine portionierte Proteinlösung mit Wasser.

Die tatsächliche Kalorienzahl hängt selbstverständlich von Produkt, Portionsgröße und Zubereitung ab.

Das Prinzip bleibt jedoch dasselbe: Wenn Variante zwei erheblich weniger Energie enthält und diese Differenz im weiteren Tagesverlauf nicht ausgeglichen wird, sinkt die tägliche Energieaufnahme.

Ein Kaloriendefizit entsteht.

More beschreibt ausdrücklich, dass die Methode das Erreichen eines solchen Defizits erleichtern soll. [1] Es ist vermutlich ihr zentraler Mechanismus.

Ernährungstrends werden häufig interessanter dargestellt als ihre eigentliche Physiologie. Für eine Gewichtsreduktion braucht es jedoch keinen mysteriösen „Fettverbrennungsmodus“.

Über längere Zeit muss weniger Energie aufgenommen werden, als der Körper verbraucht. WPF schafft dafür eine Struktur. Und Struktur kann in der Ernährung wertvoll sein.

Vielleicht ist der größte Vorteil von WPF gar nicht Protein

Das klingt zunächst paradox.

Doch gerade die Entscheidungsarchitektur dürfte einer der stärksten Aspekte des Konzepts sein. Morgens muss nicht entschieden werden, was gegessen wird.

Die Proteinportion ist festgelegt. Das Essensfenster ist definiert. Die Zahl spontaner Essensgelegenheiten wird reduziert.

Aus dem abstrakten Ziel „Ich müsste weniger Kalorien essen“ wird so ein konkretes Verhaltensschema.

Das ist psychologisch relevant. Denn viele vernünftige Ernährungsempfehlungen scheitern nicht daran, dass sie physiologisch falsch wären.

Sie scheitern vielmehr daran, dass sie sich im Alltag kaum in konkrete Entscheidungen übersetzen lassen. „Iss ausgewogen und etwas weniger“ ist eine vernünftige Empfehlung.

Aber es ist kein besonders präziser Plan für Dienstagmorgen um 7:30 Uhr. Da würde ein einfach strukturierter Plan helfen.

Was sagt die Forschung zu Protein-Pacing tatsächlich?

Ein Proband trinkt einen Proteinshake während einer sportwissenschaftlichen Untersuchung in einem Labor, passend zur Auswertung klinischer Studien zum Thema Proteinfasten
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Zur wissenschaftlichen Begründung des Proteinfastens verweist More Nutrition unter anderem auf eine randomisierte Studie von Arciero und Kollegen, in der eine Kombination aus Intermittent Fasting und Protein Pacing (IF-P) mit einer kontinuierlich kalorienreduzierten Ernährung verglichen wurde [11].

Auch auf der aktuellen MPF-Seite wird diese Untersuchung als Beleg dafür angeführt, dass sich mit einem entsprechenden Konzept ein Kaloriendefizit bzw. eine Gewichtsreduktion erreichen lässt. [1]

Insgesamt nahmen 41 Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas an der achtwöchigen Studie teil.

21 Personen wurden der IF-P-Gruppe und 20 Personen einer kontinuierlich kalorienreduzierten Vergleichsgruppe zugeordnet.

Sowohl die IF-P-Diät als auch die kontinuierlich kalorienreduzierte Ernährung reduzierten das Körpergewicht und verbesserten verschiedene Parameter der Körperzusammensetzung.

In der IF-P-Gruppe waren die Abnahmen von Körpergewicht, Fettmasse und viszeralem Fett in dieser Untersuchung jedoch stärker. [11]

Auf den ersten Blick scheint das eine direkte wissenschaftliche Bestätigung des heutigen „More Protein Fastens” zu sein.

Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied: Untersucht wurde nicht das aktuelle WPF-/MPF-Protokoll.

Das Studienprogramm war erheblich komplexer.

An den sogenannten Protein-Pacing-Tagen nahmen die Teilnehmenden vier bzw. fünf Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich. Zwei davon bestanden aus speziell zusammengesetzten Mahlzeitenersatz-Shakes, zusätzlich wurden normale Lebensmittel sowie eine weitere Mahlzeit bzw. Snacks verwendet.

Das Studienprotokoll enthielt zusätzlich modifizierte Fastenintervalle von etwa 36 bis 60 Stunden. Während der Fastentage wurden ungefähr 350 bis 550 kcal pro Tag aufgenommen.  [11,12] Die IF-P-Ernährung war außerdem insgesamt auf etwa 35 % Energie aus Protein ausgelegt.

Das heutige MPF von More Nutrition sieht eine andere Tagesstruktur vor:

ein sechsstündiges Essensfenster sowie zwei Proteinportionen außerhalb dieses Fensters. [1] Beide Konzepte teilen damit wichtige Grundideen – eine hohe Proteinzufuhr, zeitlich strukturierte Nahrungsaufnahme und eine reduzierte Energiezufuhr –, stellen jedoch nicht dieselbe Intervention dar.

Denn wenn mehrere Faktoren gleichzeitig verändert werden, beispielsweise Kalorienzufuhr, Proteinmenge, Mahlzeitenfrequenz, Fastenzeiten und Zusammensetzung der Mahlzeiten, lässt sich aus dem Ergebnis nicht zuverlässig ableiten, welcher einzelne Bestandteil für den zusätzlichen Effekt verantwortlich war.

Hinzu kommt, dass die Untersuchung nur eine begrenzte Größe und Dauer hatte: Lediglich 41 Personen wurden über acht Wochen beobachtet.

Aussagen darüber, wie sich das heutige MPF langfristig gegenüber anderen gut strukturierten Strategien zur Gewichtsreduktion schlägt, lassen sich daraus nicht ableiten. [11]

Auch die Finanzierung ist Teil einer vollständigen wissenschaftlichen Einordnung.

Die Studie wurde durch einen Forschungszuschuss von Isagenix International unterstützt. [11] Isagenix International ist ein Anbieter von Mahlzeitenersatz- und Supplementprodukten, die auch im untersuchten IF-P-Programm eingesetzt wurden. [11, 12]

Dies bedeutet lediglich, dass das Studiendesign, die Stichprobengröße, die untersuchte Intervention und mögliche Interessenkonflikte bei der Übertragung auf ein kommerzielles Ernährungskonzept berücksichtigt werden sollten.

Ein interessantes Detail aus der Folgestudie:

2024 wurde dieselbe Studienpopulation zusätzlich hinsichtlich Darmmikrobiom und Stoffwechselprodukten untersucht.

Auch dabei unterschieden sich IF-P und kontinuierliche Kalorienrestriktion in verschiedenen mikrobiellen und metabolischen Parametern. Für die Einordnung unseres Themas ist dabei ein Detail besonders aufschlussreich:

Die Ballaststoffzufuhr der IF-P-Gruppe stieg im Untersuchungszeitraum von durchschnittlich etwa 20 auf 26 g pro Tag.

Die eingesetzten Mahlzeitenersatz-Shakes enthielten jeweils rund 9 g Ballaststoffe. [12]

Die Studie untersuchte also gerade keine Ernährung aus reinen Proteinshakes, bei gleichzeitig sehr geringer Ballaststoffzufuhr. Das ist wichtig, wenn später Aussagen über Proteinfasten und Mikrobiom getroffen werden.

Die beobachteten Veränderungen entstanden im Zuge einer Intervention, bei der sich Proteinmenge, Fastenrhythmus, Energiezufuhr, Mahlzeitenstruktur und Ballaststoffzufuhr gleichzeitig veränderten.

Ernährungsinterventionen verändern selten nur eine einzige Variable.

Aus diesem Grund sollte man aus einer Studie über ein komplexes Ernährungsmuster nicht vorschnell eine Aussage über die Wirkung eines einzelnen Proteinshakes ableiten.

Proteine sind Makronährstoffe, die „Energie verbrauchen“

Ein Proteinshake vor einer klassischen Energieeffizienzskala (A+ bis G), als visuelle Metapher für den hohen Energieverbrauch und thermischen Effekt bei der Verdauung von Proteinen
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Auch der zweite Baustein des Konzepts ist nicht aus der Luft gegriffen. Protein unterscheidet sich physiologisch von Fett und Kohlenhydraten.

Seine Verdauung und Verstoffwechselung erfordert vergleichsweise viel Energie.

In Übersichtsarbeiten werden für den thermischen Effekt von Proteinen häufig Größenordnungen von etwa 20–30 % der aufgenommenen Proteinenergie genannt. [3] Protein besitzt zudem einen ausgeprägten kurzfristigen Sättigungseffekt.

Eine Metaanalyse randomisierter Studien fand nach proteinreicheren Testmahlzeiten im Durchschnitt weniger Hunger und ein stärkeres Völlegefühl. Auch die hormonellen Sättigungssignale GLP-1 und Cholecystokinin veränderten sich.

Langfristig sind diese Effekte allerdings weniger eindeutig. [4]

Auch bei einer Reduzierung der Energiezufuhr ist Protein von Interesse, da der Körper nicht nur Fett-, sondern auch Muskelmasse abbaut.  Eine ausreichende Proteinzufuhr, insbesondere in Kombination mit Krafttraining, kann deshalb sinnvoll sein. [3, 6]

Bis hierhin besitzt das Proteinfasten also eine ziemlich solide Logik: weniger Energie, ausreichend Protein und eine klare Struktur.

Das Problem beginnt jedoch, wenn aus „Protein ist wichtig“ unbemerkt „je mehr Protein, desto besser“ oder sogar „Protein ersetzt die übrige Ernährungsqualität“ wird.

Proteinshake ist nicht gleich Mahlzeitenersatz

Ein durchgestrichenes Gleichheitszeichen zwischen einem Proteinshake und einer vollwertigen Mahlzeit verdeutlicht visuell, dass ein reiner Shake kein vollwertiger Mahlzeitenersatz ist
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Hier liegt möglicherweise das größte Missverständnis der gesamten Debatte.

Ein Proteinshake kann durchaus anstelle einer Mahlzeit getrunken werden.

Dadurch wird er jedoch nicht automatisch zu einem Mahlzeitenersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung. Er wird auch nicht zum alleinigen Tagesritual der Gesunderhaltung.

Für Produkte der Kategorie „Mahlzeitenersatz” existieren in der EU konkrete Anforderungen. So muss ein entsprechend ausgelobter Mahlzeitenersatz beispielsweise pro Mahlzeit 200 bis 250 kcal liefern. Zwischen 25 und 50 Prozent der Energie müssen aus Protein stammen.

Darüber hinaus gibt es Anforderungen an die Fettzusammensetzung, die Proteinqualität sowie an die definierten Mengen von Vitaminen, Mineralstoffen, Natrium und Kalium. [7]

Das ist ein grundlegend anderes Produktkonzept als bei einem Pulver, dessen Hauptaufgabe darin besteht, konzentriertes Protein bereitzustellen.

Und hier lohnt sich eine überraschend faire Einordnung: Mahlzeitenersatz an sich ist wissenschaftlich keineswegs Unsinn.

Eine Metaanalyse von 23 randomisierten Studien mit 7.884 Erwachsenen fand nach einem Jahr einen größeren Gewichtsverlust bei Programmen mit Mahlzeitenersatz als bei den jeweiligen Vergleichsprogrammen.

Die Unterschiede wurden größer, wenn zusätzliche Unterstützung Bestandteil des Programms war. [13] Auch die deutsche S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas berücksichtigt Mahlzeitenersatzstrategien als mögliche Option innerhalb strukturierter Gewichtsreduktionsprogramme. [14]

Der entscheidende Satz lautet also nicht:
„Flüssige Mahlzeiten funktionieren nicht.”

Sondern:

Ein speziell zusammengesetzter Mahlzeitenersatz und ein Proteinshake sind zwei unterschiedliche Dinge. Diese Differenzierung macht den Unterschied zwischen Ernährungswissenschaft und Marketingdiskussion aus.

Was fehlt einem Proteinshake?

Ein Proteinshake mit einer Infografik, die verdeutlicht, dass das Isolat zwar den Makronährstoff Protein zu 100 % liefert, es ihm aber an essenziellen Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen mangelt
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Für seine eigentliche Aufgabe zunächst einmal nichts.

Wenn ein Proteinpulver Protein liefern soll, ist eine hohe Konzentration sogar zweckmäßig. Ein Isolat ist deshalb nicht automatisch „schlecht”.
Es ist isoliert. Genau das ist die Produktidee.

Was ein Isolat eigentlich von einem Pflanzenpulver oder Extrakt unterscheidet, wie solche Zutaten hergestellt werden und warum die Verarbeitungsform allein noch kein Qualitätsurteil erlaubt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel „Pflanzenpulver, Extrakt oder Isolat: Was steckt eigentlich in Pulverprodukten?“

Problematisch wird es erst, wenn aus der Aussage „Dieser Shake liefert 30 Gramm Protein“ gedanklich „Damit habe ich eine vollständige, gesunde Mahlzeit ersetzt“ wird.

Denn eine Mahlzeit liefert in der Regel gleichzeitig Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine sowie verschiedene Pflanzenbestandteile. Darüber hinaus liefert sie Wasser, Volumen und eine physikalische Struktur.

Nicht jede Mahlzeit muss sämtliche dieser Punkte maximal erfüllen. Aber Ernährung funktioniert über Kombinationen.

Diese Vielfalt an Nährstoffen beschreiben wir in unserem Artikel „Was bedeutet eigentlich eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung?“

Der entscheidende Gedanke lautet: Ein Lebensmittel ist mehr als nur die Summe seiner Nährwerte.

Video: Proteinfasten: Abnehmen ohne Muskelverlust?

Kann man durch Proteinfasten endlich seine Traumfigur erreichen? Diäten und vermeintliche Geheimtipps für den Abnehmerfolg gibt es wie Sand am Meer. Das Proteinfasten verspricht großen Erfolg in kurzer Zeit – und das mit minimalem Aufwand. Doch ist das wirklich möglich? Dr. Weigl geht der Sache auf den Grund.

Lebensmittelmatrix: Warum 30 g Protein nicht jede Mahlzeit gleich machen

Lebensmittel sind keine losen Tabellen aus Protein, Kohlenhydraten und Fett. Sie besitzen eine Struktur.

Die Nährstoffe befinden sich in Zellwänden, Protein-Netzwerken, Fetttröpfchen, Fasern und anderen physikalischen Verbänden.

Durch Verarbeitung verändert sich diese Struktur, was wiederum die Verfügbarkeit der Bestandteile während Verdauung und Aufnahme beeinflusst. [17]

Dies ist das Konzept der Lebensmittelmatrix.

So können ein Proteinshake und eine Mahlzeit aus Hülsenfrüchten, Vollkorn und Gemüse theoretisch denselben Proteinwert erreichen und trotzdem völlig unterschiedliche Lebensmittel darstellen.

Das liegt nicht daran, dass das eine automatisch „gesund“ und das andere automatisch „ungesund“ wäre. Sondern weil neben dem Proteingehalt auch andere Eigenschaften unterschiedlich sind.

Genau deshalb lohnt sich bei der Ernährung die Frage: „Was ist drin?” aber ebenso: „In welcher Form kommt es?”

Mehr dazu im Artikel „Die Lebensmittelmatrix: Warum die Verpackung der Natur zählt“.

Und was passiert mit dem Mikrobiom?

Gezeichnetes Schaubild über einen Magen, um den rum kleine Ärzte stehen mit einer Lupe und den Fokus auf das Mikrobiom. haben.

Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Häufig liest man eine sehr einfache Geschichte: Protein wird im Dünndarm aufgenommen. In einem Proteinshake fehlen jedoch Ballaststoffe. Also „verhungert” das Mikrobiom.

So funktioniert der menschliche Darm jedoch nicht.

Auch bei proteinreicher Ernährung gelangen verschiedene Substrate in den Dickdarm. Das Darmmikrobiom nutzt zudem nicht ausschließlich Ballaststoffe.

Richtig ist allerdings, dass die Menge und Art fermentierbarer Kohlenhydrate und Ballaststoffe die mikrobielle Stoffwechselaktivität beeinflussen.

Humanstudien zeigen, dass verschiedene Ballaststoffarten unterschiedliche Veränderungen der Darmmikrobiota und der Bildung kurzkettiger Fettsäuren hervorrufen können. [9, 10]

Daraus folgt jedoch nicht, dass ein einzelner Proteinshake das Mikrobiom „aushungert“.

Eine im Jahr 2026 veröffentlichte und bislang sehr aktuelle Übersicht zu Protein-Supplementen und Darmmikrobiom kommt zu einem deutlich nüchterneren Ergebnis: In 14 untersuchten Humanstudien zeigten sich überwiegend geringe beziehungsweise inkonsistente Veränderungen der gesamten mikrobiellen Diversität. Auch für die Darmbarriere und Entzündungsmarker ergaben sich keine konsistenten Effekte.

Die Autoren betonen ausdrücklich, dass Proteinquelle, Dosis, Begleiternährung und andere Interventionen die Ergebnisse stark beeinflussen. [16]

Ein Proteinshake ohne relevante Ballaststoffmenge trägt für sich genommen allerdings kaum zur Ballaststoffzufuhr bei.

Welche fermentierbaren Substrate der Darmmikrobiota insgesamt zur Verfügung stehen, hängt deshalb wesentlich von der übrigen Ernährung ab.

Für das Mikrobiom ist die Frage interessanter: Was kommt zusätzlich zum Protein?

Ballaststoffe gehören zu den Nahrungsbestandteilen, deren Wechselwirkungen mit der Darmmikrobiota intensiv untersucht werden.

Dabei zeigt sich allerdings auch hier kein simples Schema nach dem Motto „mehr Ballaststoffe = automatisch mehr von jedem gewünschten Stoffwechselprodukt”.

Eine systematische Übersicht von 44 Humaninterventionen zeigte, dass je nach Art, Dosis und Struktur der eingesetzten Fasern unterschiedliche Veränderungen der Darmmikrobiota und der kurzkettigen Fettsäuren auftraten. Die Ergebnisse waren keineswegs einheitlich. [9]

Die entscheidende Erkenntnis ist deshalb: Unterschiedliche Fasern können unterschiedliche mikrobielle Substrate darstellen.

Damit wird die Gesamt-Ernährung relevant. Zwei Menschen können morgens beide denselben Proteinshake trinken. Der eine isst später überwiegend raffinierte, ballaststoffarme Lebensmittel, der andere kombiniert Hülsenfrüchte, Gemüse, Vollkorn, Obst, Nüsse und Samen.

Formal trinken beide denselben Shake. Ihre gesamte Ernährung ist trotzdem völlig unterschiedlich.

Wer tiefer verstehen möchte, warum es sinnvoll sein kann, Ballaststoffe aus verschiedenen Quellen aufzunehmen, findet dazu unseren Grundlagenartikel „Was bringt eine ballaststoffreiche Ernährung?“.

Pflanzenvielfalt: Die Dimension, die in der Proteinrechnung nicht vorkommt

Eine reiche Auswahl an frischem Gemüse, Obst, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten steht stellvertretend für die komplexe Pflanzenvielfalt und Nährstoffdichte, die in einer reinen Proteinrechnung oft vernachlässigt wird
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Proteine lassen sich einfach zählen. Die Pflanzenvielfalt zu zählen gestaltet sich mitunter schon „komplizierter“.

Gerade deshalb gerät sie in vielen Diätkonzepten leicht aus dem Blick.

Denn eine Linse besteht nicht nur aus ihrem Protein, Hafer besteht nicht nur aus seinen Kohlenhydraten und Nüsse bestehen nicht nur aus Fett. Kakao besteht nicht nur aus einer Kalorienzahl, Aromen und Prozentangaben.

Wer die eigene Pflanzenvielfalt einmal konkreter betrachten möchte, stößt schnell auf das Konzept der „30 Pflanzen pro Woche“. Woher diese Zahl stammt, wie Pflanzenpunkte gezählt werden und warum 30 keine wissenschaftlich festgelegte Schwelle sind, erklären wir in unserem Artikel „30 Pflanzen pro Woche: Was hinter Pflanzenpunkten steckt – und wie sinnvoll die Zahl wirklich ist“.

Pflanzliche Lebensmittel enthalten gleichzeitig unterschiedliche Ballaststoffstrukturen und zahlreiche weitere Bestandteile.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Ernährung mit mehr Pflanzen automatisch jede Ernährungsfrage löst.

Es bedeutet vielmehr, dass eine Ernährung, die ausschließlich auf Protein und Kalorien optimiert wird, nur zwei Variablen eines deutlich komplexeren Systems betrachtet.

Wer sich näher mit diesem Thema befassen möchte, findet in unserem Artikel „Sekundäre Pflanzenstoffe: Die Vielfalt hinter Farbe, Duft und Geschmack“ ausführliche Informationen zu den einzelnen Bestandteilen und Inhaltsstoffgruppen von Pflanzen.  

Gewichtsverlust und Ernährungsqualität sind zwei unterschiedliche Fragen

Zwei Küchenwaagen zeigen jeweils 'Optimalgewicht' an. Auf der einen steht ein Proteinshake, auf der anderen eine vollwertige Schale mit Gemüse und Obst – ein Symbol dafür, dass Gewichtsverlust und echte Ernährungsqualität zwei verschiedene Dinge sind
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Dies ist möglicherweise die wichtigste Unterscheidung des gesamten Artikels.

Ein Kaloriendefizit beantwortet die Frage:

Mehr aber auch nicht. Es gibt keinen Aufschluss über die Qualität der Ernährung und es bleiben Fragen offen wie:

Genau deshalb kann ein Ernährungskonzept beim Abnehmen funktionieren und trotzdem noch Raum für ernährungsphysiologische Verbesserungen bieten.

Das steht in keinem Widerspruch, solange man sich dessen bewusst ist und die anderen Fragen entsprechend berücksichtigt. Die nachhaltigste Frage aus dem Katalog ist sicherlich die nach den Essgewohnheiten nach Ende der Diät. Hier liegt der größte Hebel für ein langfristiges Gewichtsmanagement und eine abwechslungsreiche Ernährungsweise.

Ein Proteinshake ist ein Werkzeug. Eine Mahlzeit ist hingegen ein System.

Eine gute Mahlzeit muss nicht übermäßig komplex sein. Sie sollte aber im Kontext des gesamten Tages zur Versorgung beitragen.

Mehr über diese grundsätzliche Perspektive findest du in unserem Ratgeber „Was bedeutet eigentlich ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung?“.

Was bedeutet das für eine pflanzenbetonte Ernährung?

Protein lässt sich problemlos mit einer vielfältigen Pflanzenkost verbinden.

Hülsenfrüchte beispielsweise liefern sowohl Protein als auch Ballaststoffe. Auch Vollkorngetreide liefert beides, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen. Nüsse und Samen enthalten Protein sowie Fette, Ballaststoffe und weitere Pflanzenbestandteile.

Pflanzliche Proteinquellen unterscheiden sich in ihrem Aminosäureprofil und können sich innerhalb einer abwechslungsreichen Ernährung ergänzen und kombiniert werden.

Auch konzentrierte pflanzliche Proteinprodukte können dabei eine praktische Proteinquelle sein.

Dabei gilt jedoch dieselbe Regel: Je stärker ein Lebensmittel auf einen einzelnen Bestandteil konzentriert wurde, desto weniger sinnvoll ist es, allein daraus auf die Qualität der gesamten Ernährung zu schließen.

Ein Isolat ist nicht „schlecht”. Es ist isoliert. Genau das ist seine Funktion.

Wer sich näher mit einer bestimmten pflanzlichen Proteinquelle beschäftigen möchte, findet in unserem Ratgeber „Hanfprotein: Was steckt wirklich darin?” eine ausführliche Einordnung dazu.

Einordnung: Was Nurisan in diesem Zusammenhang ist – und was nicht

Nurisan ist weder ein Proteinshake noch ein Mahlzeitenersatz und wird nicht zur Gewichtsreduktion angeboten.

Die Lebensmittelpulvermischung besteht aus 14 pflanzlichen Bio-Zutaten, enthält laut aktueller Nährwertdeklaration 21 g Protein und 32 g Ballaststoffe pro 100 g. Es wird keine isolierte Ballaststoffmischung zugesetzt, die Ballaststoffe stammen aus den verwendeten pflanzlichen Zutaten. [18]

Damit verfolgt Nurisan ein anderes Produktkonzept als ein Proteinpulver, dessen primäre Funktion die konzentrierte Bereitstellung von Protein ist.

Aus diesem Unterschied allein lässt sich jedoch keine höhere gesundheitliche Wertigkeit ableiten.

Fazit: Proteinfasten ist weniger revolutionär – und gerade deshalb interessant

Das Wolfs- bzw. More-Protein-Fasten basiert nicht auf geheimen Stoffwechselmechanismen. Und das muss es auch nicht. Seine Grundarchitektur ist nachvollziehbar:

  • weniger Energie aufnehmen,
  • viel Protein einplanen,
  • den Tag strukturieren,
  • Entscheidungen reduzieren.


Das kann für manche Menschen funktionieren.

Protein kann zur Sättigung beitragen und ist für die Muskulatur relevant. Proteinshakes können bequem, exakt portionierbar und praktisch sein.

Daraus folgt jedoch nicht, dass sie vollständige Mahlzeiten sind. Ebenso wenig folgt aus ihrer Verarbeitung automatisch, dass sie gesundheitlich problematisch wären. Die entscheidende Erkenntnis liegt dazwischen.

Ein Proteinshake kann ein sehr gutes Werkzeug für eine konkrete Aufgabe sein.

Dadurch wird er noch nicht zum vollständigen Ernährungskonzept.

Wer Körpergewicht reduzieren möchte, muss ein Energiedefizit erreichen.

Wer jedoch gleichzeitig langfristig gut essen möchte, muss noch andere Fragen beantworten.

  • Woher kommen Ballaststoffe?
  • Woher kommt Pflanzenvielfalt?
  • Wie sieht die Lebensmittelauswahl außerhalb der Shakes aus?
  • Welche Gewohnheiten bleiben nach der Diät bestehen?

Und genau hier zeigt sich ein grundlegendes Prinzip moderner Ernährung: Ein Nährstoff kann optimiert werden. Eine gute Ernährung muss jedoch aus mehr bestehen.

Protein ist wichtig. Aber Ernährung beginnt dort, wo wir aufhören, Lebensmittel nur nach einer einzigen Zahl zu beurteilen.

FAQ - Häufige Fragen zu Wolfs Protein Fasten

Was ist das Wolfs Proteinfasten?

Diese Form des Fastens wurde von Christian Wolf popularisiert und wird inzwischen von More Nutrition als „More Protein Fasten” bezeichnet. Laut der aktuellen Herstellerbeschreibung umfasst es ein sechsstündiges Essensfenster sowie zwei Proteinportionen außerhalb dieses Fensters. [1]

Ist Proteinfasten überhaupt Fasten?

Nicht im Sinne einer vollständigen Nahrungskarenz. Die Proteinportionen liefern Aminosäuren und in der Regel auch Energie. Der Begriff beschreibt daher eher die Struktur des Konzepts als einen klassischen Fastenzustand.

Warum kann man durch Proteinfasten abnehmen?

Wenn die Struktur des Fastens dazu führt, dass insgesamt weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird, entsteht ein Kaloriendefizit. Dieses Defizit ist der zentrale Mechanismus der Gewichtsreduktion.

Braucht man zum Abnehmen tatsächlich 2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht?

Nein, diese Menge wird lediglich innerhalb des MPF-Konzeptes von More empfohlen. Der Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für gesunde Erwachsene unter 65 Jahren liegt bei 0,8 g/kg. Bei intensiv trainierenden Menschen können, abhängig vom Trainingsziel und der Belastung, höhere Mengen sinnvoll sein. [1, 2, 6]

Kann ein Proteinshake eine Mahlzeit ersetzen?

Grundsätzlich kann man einen Proteinshake anstelle einer Mahlzeit zu sich nehmen. Dadurch ist ein gewöhnliches Proteinpulver aber nicht automatisch ein gesetzlich definierter Mahlzeitenersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung. Für solche Produkte gelten konkrete Anforderungen an die Energie- und Nährstoffzusammensetzung. [7]

Sind sättigende Proteinshakes schlechter als feste Mahlzeiten?

Nicht zwingend. Protein selbst kann die Sättigung beeinflussen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Struktur, Festigkeit, Viskosität und Volumen zusätzliche Auswirkungen auf die Sättigung und die Nahrungsaufnahme haben können. [ 4, 5, 15]

Ist viel Protein schlecht für das Mikrobiom?

Die bisherige Humanforschung liefert kein einheitliches Bild. Eine aktuelle Übersicht fand bei Protein-Supplementen überwiegend geringe Veränderungen der gesamten mikrobiellen Diversität. Die Effekte hängen unter anderem von der Proteinquelle, der Dosis, der Dauer und insbesondere von der übrigen Ernährung ab. Eine ausreichende Vielfalt fermentierbarer Ballaststoffquellen ist und bleibt ein eigenständiger Bestandteil der Ernährung. [8–10, 16]

Welche Rolle spielen Ballaststoffe beim Proteinfasten?

Ballaststoffe sind ein eigenständiger Aspekt der Ernährung und werden durch eine hohe Proteinzufuhr nicht automatisch mit abgedeckt. Verschiedene Ballaststofftypen können unterschiedlich mit der Darmmikrobiota interagieren. Deshalb ist es relevant, welche pflanzlichen Lebensmittel innerhalb des gesamten Ernährungstages gegessen werden. [9]

Was ist die wichtigste Erkenntnis aus dem WPF-Trend?

WPF zeigt, dass klare Strukturen, Portionskontrolle und bewusst eingeplantes Protein das Gewichtsmanagement erleichtern können. Gleichzeitig verdeutlicht das Konzept die Grenzen einer rein nährstoffzentrierten Betrachtung: Protein beantwortet zwar die Proteinfrage, aber nicht automatisch alle anderen Fragen einer abwechslungsreichen Ernährung.

Sind Proteinshakes ungesund?

Eine solche Pauschalaussage lässt sich wissenschaftlich nicht begründen. Proteinshakes können eine praktische, konzentrierte Proteinquelle sein. Wie bedeutend sie sind, hängt von der Menge, dem Produkt, der individuellen Situation und der übrigen Ernährung ab.

Quellen

[1] More Nutrition: More Protein Fasten (Wolfs Protein Fasten): Wie du easy ein Kaloriendefizit erreichst sowie More Helpcenter: More Protein Fasten. Aktuelle Herstellerbeschreibung des MPF-Konzeptes mit sechsstündigem Essensfenster, zwei Proteinportionen außerhalb des Fensters und Empfehlung von 2 g Protein/kg Körpergewicht. Stand September 2026.

[2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für Protein. 0,8 g/kg Körpergewicht pro Tag für gesunde Erwachsene unter 65 Jahren; Schätzwert 1,0 g/kg ab 65 Jahren.

[3] Moon J, Koh G. Clinical Evidence and Mechanisms of High-Protein Diet-Induced Weight Loss. Journal of Obesity & Metabolic Syndrome. 2020;29(3):166–173. doi:10.7570/jomes20028.

[4] Kohanmoo A et al. Effect of short- and long-term protein consumption on appetite and appetite-regulating gastrointestinal hormones: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Physiology & Behavior. 2020;226:113123.

[5] Stribiţcaia E et al. Food texture influences on satiety: systematic review and meta-analysis. Scientific Reports. 2020;10:12929. doi:10.1038/s41598-020-69504-y.

[6] Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Proteinzufuhr im Sport – Position der Arbeitsgruppe Sporternährung. Für Trainingsumfänge ≥5 Stunden/Woche werden abhängig von Belastung und Trainingsziel etwa 1,2–2,0 g/kg Körpergewicht diskutiert.

[7] Europäische Union: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 in aktueller Fassung; Bedingungen für die Claims zu „Mahlzeitersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung“. Anforderungen unter anderem 200–250 kcal pro Mahlzeit, 25–50 % Energie aus Protein sowie definierte Vitamin- und Mineralstoffgehalte.

[8] Neto JBC, Martins-Santos MESM. Impact of Dietary Protein Intake on Gut Microbiota: A Narrative Review of Biological Effects and Clinical Relevance. British Journal of Nutrition. 2026. doi:10.1017/S0007114526107466.

[9]  Vinelli V, Biscotti P, Martini D, et al. Effects of Dietary Fibers on Short-Chain Fatty Acids and Gut Microbiota Composition in Healthy Adults: A Systematic Review. Nutrients. 2022;14:2559.

[10] Tanes C et al. Role of dietary fiber in the recovery of the human gut microbiome and its metabolome. Cell Host & Microbe. 2021;29(3):394–407.e5. doi:10.1016/j.chom.2020.12.012.

[11] Arciero PJ et al. Intermittent fasting and protein pacing are superior to caloric restriction for weight and visceral fat loss. Obesity. 2023;31(S1):139–149. doi:10.1002/oby.23660. Kleine, achtwöchige randomisierte Studie; Finanzierung durch Isagenix International und offengelegte Interessenkonflikte.

[12] Mohr AE et al. Gut microbiome remodeling and metabolomic profile improves in response to protein pacing with intermittent fasting versus continuous caloric restriction. Nature Communications. 2024;15:4155. doi:10.1038/s41467-024-48355-5.

[13] Astbury NM et al. A systematic review and meta-analysis of the effectiveness of meal replacements for weight loss. Obesity Reviews. 2019;20(4):569–587. doi:10.1111/obr.12816.

[14] Deutsche Adipositas-Gesellschaft u. a.: S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas, aktuelle Fassung. Mahlzeitenersatzstrategien werden als eine mögliche Form der Energiereduktion behandelt.

[15]  Appleton KM et al. Sensory and physical characteristics of foods that impact food intake without affecting acceptability: systematic review and meta-analyses. Obesity Reviews. 2021.

[16] Dauphinee C, Lohnes O, Kebbe M. Protein supplementation and the gut microbiome, metabolites, integrity, and inflammation in human adults: A scoping review of current evidence and gaps. Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism. 2026. doi:10.1139/apnm-2025-0496.

[17] Aguilera JM. The food matrix: implications in processing, nutrition and health. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 2019;59(22):3612–3629. doi:10.1080/10408398.2018.1502743.

[18] Nurisan®: aktuelle Produktdeklaration. 14 pflanzliche Bio-Zutaten; 21 g Protein und 32 g Ballaststoffe je 100 g; keine zugesetzte isolierte Ballaststoffmischung. Stand September 2026.

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