SOS im Bauch – Wenn die Verdauungsprobleme einfach nicht aufhören

Entdecke, wie natürliche Behandlungen Verdauungsprobleme und Reizdarm lindern können. Erfahre, welche Rolle Ernährung, Heilpflanzen und dein Lebensstil spielen und wie du nachhaltig mehr Wohlbefinden erlangst. Wissenschaftlich fundiert und praxisnah.

Inhalte

Das Gefühl der Endlosschleife: Warum dein Bauch keine Ruhe gibt

Es gibt Tage, an denen sich dein Bauch wie ein unberechenbares Wetterphänomen anfühlt. Du hast deine Ernährung umgestellt, Tees getrunken und vielleicht sogar auf deine Lieblingsspeisen verzichtet – und trotzdem bleiben das Grummeln, die Krämpfe und der unvorhersehbare Stuhlgang dein ständiger Begleiter.

Dieses Gefühl der Machtlosigkeit ist oft belastender als die Symptome selbst. Doch dein Bauch ist kein Feind, der dir schaden will. Er ist ein hochsensibles System, das in den „Alarmmodus“ geschaltet hat.

Wenn Verdauungsprobleme einfach nicht aufhören, liegt das meist nicht an mangelnder Disziplin, sondern daran, dass die Ursachen tiefer liegen als bei der letzten Mahlzeit [1].

Der „Red Flag“-Check: Wann ist ein Arztbesuch erforderlich?

Bevor wir mit der Ursachenforschung beginnen, ist ein kurzer Sicherheitscheck wichtig. Wenn du eines der folgenden Symptome bemerkst, solltest du nicht länger selbst experimentieren, sondern zeitnah einen Arzt konsultieren:

Solltest du eines oder mehrere dieser Symptome bei dir feststellen, suche bitte umgehend einen Arzt auf und lass dich untersuchen.

Im Durchschnitt vergehen von Symptombeginn bis zur Diagnose einer entzündlichen Darmerkrankung in der Primärversorgung 16 Monate [18]. Auch hier gilt: Wer auf die Signale seines Körpers rechtzeitig hört, kann das Schlimmste verhindern und sich präventiv vor entzündlichen Darmerkrankungen schützen [19].

Fehleranalyse: Die 5 häufigsten Gründe, warum Beschwerden bleiben

Oft suchen wir nach der einen großen Ursache, der einen allumfassenden Lösung und der Wunderpille. Dabei ist es meist ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren und dem Faktor Zeit. Probleme entstehen in der Regel nicht über Nacht, sondern bauen sich auf. Hier sind die häufigsten „Störsender“:

Grund Nr. 1: Die „versteckten“ Reizauslöser

Du isst „gesund“, greifst aber oft zu Light-Produkten oder stark verarbeiteten Protein-Snacks? Viele moderne Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe wie Emulgatoren oder Süßstoffe (z. B. Aspartam), die die Darmbarriere schwächen und das Mikrobiom ins Ungleichgewicht bringen können [3] [4].

Mehr zu diesem Thema findest du in den folgenden Artikeln:

Stille Entzündungen sind chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse im Körper, die anfangs keine akuten Schmerzen verursachen. Deshalb bleiben sie oft unbemerkt, was eine ständige Belastung des Immunsystems zur Folge hat. Durch die dauerhafte Überstimulation steigt das Risiko für chronische Krankheiten und entsprechende Symptome. Je länger die Entzündung andauert, desto schwerwiegender sind die Schäden. Auch Alterungsprozesse können dadurch massiv beschleunigt werden.

Die Kunst der Prävention stiller Entzündungen

Stille Entzündungen – die „Mutter“ aller Ursachen. Erfahre, wie du mit gezielter anti-entzündlicher Ernährung, dem richtigen Omega-Verhältnis und regenerativen Lifestyle-Strategien (Schlaf, Stressabbau)

Grund Nr. 2: Das Mikrobiom ist im „Alarmmodus“ (Dysbiose)

Wenn die „guten“ Bakterien verdrängt wurden, können selbst gesunde Lebensmittel nicht mehr richtig verarbeitet werden. Es entstehen Gärprozesse, die zu schmerzhaften Blähungen führen. Das heißt, dass sich eine „tote Pizza“ sogar besser anfühlt als eine gesunde Ernährung, weil keine Blähungen auftreten. 

Mehr zu diesem Thema findest du in den folgenden Artikeln:

Grund Nr. 3: Die Ballaststoff-Falle

Vielleicht hast du gehört, dass Ballaststoffe gesund sind, und hast von heute auf morgen Vollkornprodukte und Rohkost in deinen Speiseplan integriert? Das ist für einen gereizten Darm oft zu viel. Dein Mikrobiom braucht Zeit, um die nötigen Enzyme für den Abbau der Fasern zu bilden [5]. Ironischerweise wird dann ein „schlechtes Bauchgefühl” mit einer eigentlich guten Idee verknüpft.

Mehr zu diesem Thema findest du in den folgenden Artikeln:

Grund Nr. 4: Die Darm-Hirn-Achse steht unter Dauerstrom.

Stress ist kein psychisches, sondern ein physisches Problem für den Darm. Über den Vagusnerv wird bei Stress die Verdauung gedrosselt, die Darmwand wird durchlässiger und die Schmerzschwelle sinkt. Dein Bauch „hört” also mit, wenn dein Kopf unter Druck steht [6].

In einem solchen Fall kann selbst eine ansonsten gesunde Ernährung zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen führen.

Die Darm-Hirn-Achse bezeichnet die enge Verbindung und den intensiven Informationsaustausch zwischen Darm und Gehirn in beide Richtungen. Ein zentrales Element dieser Kommunikation ist das Nervensystem.
©Nurisan. Dein Bauch „hört” mit, wenn dein Kopf unter Druck steht.

Grund Nr. 5: Unentdeckte FODMAP-Unverträglichkeiten

Manchmal sind es bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate (FODMAPs), die in eigentlich gesundem Obst und Gemüse wie Zwiebeln oder Äpfeln stecken. Im Dickdarm bilden sie dann massiv Gase.

Die Gasbildung ist eine direkte Folge der Fermentation von schlecht aufgenommenen Zuckern und wird durch eine individuelle Darmüberempfindlichkeit oder eine bakterielle Fehlbesiedlung verstärkt. In solchen Fällen hilft eine kurzfristige Eliminationsdiät.

Hier geht es zu einer FODMAP-Beispielwoche. 

Soforthilfe-Plan: Was du in den nächsten 24 Stunden tun kannst

Läuft das System „Darm“ im roten Bereich, ist das oberste Ziel, die viszerale Hypersensitivität (Überempfindlichkeit der Darmnerven) zu verringern. Hier sind die effektivsten Maßnahmen für den Akuttag:

©Nurisan. „Verdauung im roten Bereich“ ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für ernsthafte Verdauungsprobleme .

Natürliche Spasmolytika (Krampflöser)

Neben der bekannten Wärmeanwendung zeigt Pfefferminzöl in klinischen Studien eine signifikante Wirkung. Die darin enthaltenen Menthole wirken als Kalziumantagonisten direkt auf die glatte Muskulatur des Darms und lösen Krämpfe [9].

Ingwer (Gingerole) fördert ergänzend dazu die Magenentleerung und verhindert so den Rückstau von Gasen und Speisebrei, wodurch der Druck im Unterbauch gemindert wird [7].

Akute Stuhlregulierung durch Quellstoffe

Bei einem akuten Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung leisten Flohsamenschalen (Psyllium) wertvolle Arbeit. Sie binden überschüssiges Wasser bei Durchfall und wirken gleichzeitig stuhlerweichend bei Verstopfung. Studien belegen, dass lösliche Ballaststoffe wie Psyllium die Gesamtsymptomatik bei Reizdarm deutlich effektiver lindern als unlösliche Weizenkleie [10]

Die „24-Stunden-Darmpause“ (Schonkost und Low-FODMAP)

Um Gärprozesse sofort zu stoppen, empfiehlt sich ein Tag mit minimaler Zufuhr von FODMAPs. Verzichte 24 Stunden lang konsequent auf Zwiebeln, Knoblauch, Äpfel und Hülsenfrüchte. Setze stattdessen auf gedünsteten Fenchel, der karminativ, also entblähend wirkt, und weißen Reis. Fenchel enthält ätherische Öle (Anethol), die die Darmmotilität regulieren [11].

Vagus-Aktivierung gegen den „Stress-Bauch“

Da der Darm über den Vagusnerv direkt mit dem Emotionszentrum im Gehirn verbunden ist, kann gezielte Zwerchfellatmung den Parasympathikus aktivieren. Dadurch wird die Schmerzwahrnehmung im Abdomen unmittelbar gesenkt [17].

Die Zwerchfellatmung (auch Bauchatmung genannt) ist ein sehr effektives und natürliches Mittel, um den Vagusnerv zu stimulieren und den Körper zu beruhigen. Sie fungiert gewissermaßen als Schalter, der den Körper vom Stress- in den Entspannungsmodus umschaltet. Das Zwerchfell liegt in direkter Nähe zum Vagusnerv. Wenn man tief in den Bauch atmet, wird durch die mechanische Bewegung des Zwerchfells der Nerv aktiviert.
©Nurisan. Der Vagusnerv lässt sich durch gezielte Atmung beruhigen.

Exkurs: Zwerchfellatmung lernen

Diese Technik sollte man am besten zunächst im Liegen üben, da die Bauchdecke dann entspannter ist.

  • Die Ausgangsposition ist folgende:

Du legst dich flach auf den Rücken, beugst die Knie leicht und stellst die Füße auf. Du kannst dich auch bequem hinsetzen.

  • Hände platzieren:


Lege eine Hand auf die Brust und die andere auf den Bauch (direkt unter dem Rippenbogen). Das hilft dir zu spüren, ob die Atmung korrekt in den Bauch fließt.

  • Einatmen:


Atme langsam und tief durch die Nase ein. Das Ziel ist, dass sich nur der Bauch hebt (die Hand auf dem Bauch hebt sich), während die Brust möglichst ruhig bleibt.

  • Ausatmen:


Atme langsam durch den leicht geöffneten Mund (oder die Nase) aus. Spüre, wie sich die Hand auf dem Bauch wieder senkt, während sich die Bauchdecke leicht einzieht.

Wiederhole dies 5- bis 10-mal, 3- bis 4-mal täglich für etwa 5 bis 10 Minuten.

Dein SOS-Tag: Ein 24-Stunden-Fahrplan für die Darm-Ruhe

Dieser Beispieltag basiert auf dem Prinzip der mechanischen und chemischen Reizminimierung. Er ist ballaststoffarm (um Gärprozesse zu stoppen), warm (um Krämpfe zu lösen) und fokussiert auf antientzündliche Wirkstoffe.

Zeitpunkt

Maßnahme / Mahlzeit

Warum das hilft

07:00 Uhr

Sanfter Start: 1 Glas warmes (nicht heißes) Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder zwei Scheiben frischem Ingwer.

Aktiviert die Peristaltik ohne Reizung. Ingwer wirkt direkt krampflösend [7].

08:30 Uhr

Frühstück: Warmer Haferschleim (Porridge) aus feinen Flocken mit Wasser oder laktosefreier Milch zubereitet. Optional: Eine halbe reife Banane.

Haferflocken liefern lösliche Ballaststoffe, die sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhaut legen [5].

10:30 Uhr

Vagus-Pause: 5 Minuten Atemübung (4s Ein, 6s Aus) + eine Tasse Fenchel-Anis-Kümmel-Tee.

Senkt den Stresspegel des Nervensystems; ätherische Öle wirken entblähend [11].

12:30 Uhr

Mittagessen: Milder weißer Reis mit gedünsteten Möhren und einer Prise Kurkuma sowie etwas Olivenöl.

Reis ist extrem leicht verdaulich; Möhren (lange gekocht) wirken entzündungshemmend und binden Giftstoffe [19].

15:30 Uhr

Flüssige Energie: Ein kleiner Becher warme Gemüsebrühe (ohne Zwiebeln/Knoblauch!) oder eine Tasse "Goldene Milch" (sehr mild).

Liefert Elektrolyte und antientzündliches Curcumin zur Beruhigung der Schleimhaut [14].

18:30 Uhr

Abendessen: Eine cremige Kartoffel-Fenchel-Suppe (püriert). Dazu eine Scheibe helles Dinkel-Sauerteigbrot (gut getoastet).

Pürierte Nahrung nimmt dem Darm die mechanische Zerkleinerungsarbeit ab. Fenchel entspannt die Darmmuskulatur [11].

21:00 Uhr

Abschluss: Wärmflasche auf den Oberbauch und früh schlafen gehen.

Wärme fördert die Durchblutung und Regeneration des Verdauungstraktes [2].

Dein SOS-Maßnahmenkatalog

Was kannst du generell in der nächsten Zeit tun, damit sich dein Verdauungssystem beruhigt? Hier sind ein paar Tipps und Tricks:

Tipp

Stopp - heute meiden

Go - heute erlaubt

1

Kaffee und Alkohol reizen die Nervenenden im Darm massiv.

Stilles Wasser und Kräutertee: Hydratation ohne Druck durch Kohlensäure.

2

Rohkost und Salat sind zu schwer für den Darm verdaulich und führen zu Blähungen.

Gedünstetes Gemüse: Fenchel, Möhren, Pastinaken und Zucchini (ohne Schale).

3

Vollkorn und Hülsenfrüchte enthalten zu viele unlösliche Fasern, die den Reizmoment verstärken. (Ballaststofffalle)

Weißer Reis, Kartoffeln und feiner Hafer sind sanfte Energielieferanten.

4

Zucker und Süßstoffe fördern sowohl Fehlbesiedlungen als auch Gärungen [20].

Reife Bananen, Heidelbeeren: Milde Fruchtkomponente.

5

Fettiges & Frittiertes: Belastet die Galle und verlangsamt die Verdauung [2].

Hochwertige Öle wie Leinöl oder Olivenöl sollten in kleinen Mengen verwendet werden.

Der Weg aus der Krise: vom Akutmodus zur Strategie

Der SOS-Plan hilft dir zwar durch den Tag, behebt das Problem aber nicht. Wenn der akute Schmerz nachlässt, ist es an der Zeit, das Fundament zu legen. Ein gesunder Darm braucht keine Wunderpillen, sondern eine dauerhaft darmgesunde Lebensweise.


Eine langfristige Stabilisierung basiert auf vier Säulen.

Eine chronische Instabilität deutet oft auf eine Dysbiose hin. Die langfristige Einnahme von Multistamm-Probiotika, insbesondere mit den Arten Bifidobacterium infantis oder Lactobacillus plantarum, kann die Barrierefunktion der Darmwand stärken und die Entzündungsmarker senken [12].

Parallel dazu sollten Präbiotika, wie beispielsweise Inulin aus Löwenzahn oder Beta-Glucan aus Reishi-Pilzen, eingenommen werden, um die Ansiedlung dieser Bakterien dauerhaft zu sichern [13].

Viele Betroffene leiden unter mikroentzündlichen Prozessen an der Darmschleimhaut. An dieser Stelle setzen sekundäre Pflanzenstoffe an:


Hemmt entzündungsfördernde Botenstoffe wie NF-κB und verbessert die Integrität der Tight Junctions [14].


Wirkt als potentes Antioxidans und schützt die Zellen vor oxidativem Stress, der bei Verdauungsprozessen entsteht [15].


Unterstützt die immunologische Toleranz im Darm und hilft dem Körper, weniger aggressiv auf Nahrungsreize zu reagieren [16].

Der häufigste Fehler ist eine zu schnelle Umstellung auf Vollwertkost. Das Mikrobiom benötigt etwa zwei bis drei Wochen, um die Enzymkapazität für höhere Ballaststoffmengen aufzubauen [5][8][19].

Nutze daher funktionale Ballaststoffe, zum Beispiel aus Hanfprotein oder Gerstengras, da diese oft verträglicher sind als grobe Vollkornprodukte und gleichzeitig wichtige Mineralstoffe wie Magnesium liefern, das für die Muskulatur essenziell ist [5][6].

Für die langfristige Stabilisierung bieten sich auch funktionelle Lebensmittel wie beispielsweise Nurisan® an. Ihre Rezepturen decken in der Regel ein breites Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten bei Verdauungsproblemen ab.

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Da der Darm ein „Gedächtnis“ für Schmerz entwickeln kann, sind verhaltenstherapeutische Ansätze oder darmgerichtete Hypnose klinisch hochwirksam. Sie helfen, die fehlerhafte Kommunikation auf der Darm-Hirn-Achse zu korrigieren und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern – selbst wenn körperliche Reize auftreten [17].

Fazit: Dein Bauch kann wieder lernen, leise zu sein

Chronische Verdauungsprobleme sind ein Signal deines Körpers, dass die Kommunikation zwischen Mikrobiom, Darmwand und Nervensystem gestört ist. Der Weg zurück zur Harmonie braucht Zeit und Geduld, ist aber möglich. Fange heute mit der Beruhigung an und gehe morgen den ersten Schritt in Richtung langfristiger Gesundheit.

Mehr über das Thema Verdauungsprobleme

Verstopfung, Übelkeit, Müdigkeit und Bauschschmerzen machen Renate R. das Leben schwer. Die Ernährungs-Docs zeigen ihr, wie der Darm natürlich wieder auf Trab kommt – mit einem Fitnessprogramm und der richtigen Ernährung.

FAQs

Warum hören meine Verdauungsprobleme trotz „gesunder” Ernährung nicht auf?

Oft liegt es an „versteckten“ Reizauslösern, zum Beispiel Emulgatoren in Protein-Snacks, oder an einer zu schnellen Umstellung auf Ballaststoffe, für die dein Mikrobiom noch nicht bereit ist (die „Ballaststoff-Falle“).

Wann sollte ich mit Magen-Darm-Beschwerden unbedingt zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist zwingend erforderlich, wenn sogenannte „Red Flags“ auftreten, zum Beispiel Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber in Kombination mit Schmerzen oder nächtlicher Durchfall, der dich aufweckt.

Warum vertrage ich plötzlich weder Vollkorn noch Rohkost?

Ein gereizter Darm leidet oft unter einer Dysbiose. Es fehlen die guten Bakterien, die die harten Fasern von Vollkorn oder Rohkost spalten können. Das führt zu schmerzhaften Gärprozessen.

Kann Stress tatsächlich Bauchschmerzen verursachen?

Ja. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse und den Vagusnerv drosselt Stress die Verdauung und macht die Darmwand durchlässiger. Dein Bauch reagiert also physisch auf psychischen Druck.

Was kann ich heute essen, damit sich mein Bauch sofort beruhigt?

Setze für 24 Stunden auf Schonkost. Warmer Haferschleim, weißer Reis, gedünstete Möhren oder Fenchel sowie ausreichend stilles Wasser oder Kräutertee helfen, das System zu entlasten.

Hilft Wärme wirklich gegen Krämpfe, oder ist das nur ein Mythos?

Wärme ist in der Tat sehr effektiv, da sie die Durchblutung fördert und die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes entspannt. Eine Wärmeflasche ist eine der einfachsten und besten Sofortmaßnahmen.

Was sind FODMAPs und warum sind sie bei Reizdarm problematisch?

FODMAPs sind bestimmte Kohlenhydrate, die beispielsweise in Zwiebeln oder Äpfeln enthalten sind und im Dickdarm schnell fermentiert werden. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber diesen Kohlenhydraten kann es zu massiver Gasbildung und Schmerzen kommen.

Wie genau hilft Ingwer bei akuten Beschwerden?

Die darin enthaltenen Gingerole fördern die Magenentleerung. Dadurch wird ein Rückstau von Speisebrei und Gasen verhindert, was den Druck im Unterbauch spürbar mindert.

Warum ist die Zwerchfellatmung ein Geheimtipp bei Darmproblemen?

Durch die bewusste, tiefe Atmung wird der Vagusnerv (auch „Ruhenerv“ genannt) aktiviert. Das senkt die Schmerzwahrnehmung im Bauchraum und signalisiert dem Darm, den „Alarmmodus“ zu verlassen.

Wie lange dauert es, bis Probiotika wirken?

Während einige Stämme bei akutem Durchfall bereits nach 48 Stunden helfen können, benötigt das Mikrobiom bei Reizdarm in der Regel 4 bis 8 Wochen, um sich dauerhaft zu stabilisieren.

Worauf sollte ich beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln für den Darm achten?

Achte auf wissenschaftlich fundierte, hochwertige Kombinationen aus Probiotika, Präbiotika und sekundären Pflanzenstoffen wie Curcumin oder OPC. Diese wirken entzündungshemmend und schützen die Darmbarriere.

Speziell für Menschen mit reizdarmtypischen Symptomen entwickelt, vereint Nurisan die Kraft und Synergie von 14 verschiedenen pflanzlichen Zutaten. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, damit du bestmöglich davon profitieren kannst. Es ist besser, die Ursachen anzugehen, statt nur kurzfristig Symptome zu mildern. Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Blähbauch und generelles Unwohlsein können so langfristig gelindert werden.

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„[...] Meine Verdauung hat sich stabilisiert und ich habe den Eindruck, dass auch mein Immunsystem stabiler ist. Ich werde Nurisan auf jeden Fall meinen Patienten weiter empfehlen.“

Quellen

        1. Lebensmittelbedingte gastrointestinale Symptome beim Reizdarmsyndrom – Karger Verlag
        2. S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom (2021). Aktualisierte Leitlinie der DGVS
        3. Auswirkungen von Emulgatoren auf die Darmschleimhaut – Trends in Endocrinology & Metabolism
        4. Diätetische Emulgatoren und intestinale Adnome – MDPI
        5. Die Faseraufnahmelücke schließen – American Journal of Lifestyle Medicine
        6. Darm-Mikrobiota-Gehirn-Achse – Chinese Medical Journal
        7. Auswirkungen von Ingwer auf Magenbeweglichkeit und funktionelle Dyspepsie – WJG
        8. Gesundes Mikrobiom durch Ernährungsvielfalt – ScienceDirect
        9. Pfefferminzöl zur Behandlung des Reizdarmsyndroms – JCG
        10. Effekt von Ballaststoff-Supplementierung bei Reizdarm – ACG
        11. Foeniculum vulgare (Fenchel): Botanik, Pharmakologie und Toxikologie – Wiley
        12. Wirksamkeit von Probiotika, Präbiotika und Synbiotika beim Reizdarm – MDPI
        13. Inulin-Fruktane induzieren Veränderungen im Darmmikrobiota – Gut
        14. Bioaktive Wirkungen und Sicherheitsprofile von Curcumin – Frontiers
        15. Traubenkerne in der Chemoprävention – AACR
        16. Ganoderma lucidum (Reishi): Phytochemie und Wirksamkeit – FSHW
        17. Darmgerichtete Hypnotherapie vs. Low-FODMAP-Diät – Alimentary Pharmacology & Therapeutics
        18. Zeit zur Diagnose entzündlicher Darmerkrankungen bei Patienten mit Bauchsymptomen in der Primärversorgung und deren Zusammenhang mit Notaufnahmen und Operationen: Eine retrospektive Kohortenstudie | Entzündliche Darmerkrankungen | Oxford Academic
        19. Aufklärung der Rolle der Ernährung bei der Erhaltung der Darmgesundheit zur Verringerung des Risikos für Erkrankungen
        20. Auswirkungen von Nahrungszuckern auf die Darmmikrobiota und die Stoffwechselgesundheit
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Nurisan® ist kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil! Nurisan® ist ein Lebensmittel. Es ersetzt keine Arzneimittel und kann keine Krankheiten heilen.

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